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Christoph Engels, gerichtlich bestellter Betreuer
02166 97722-23 Mo bis Do 9 bis 16 Uhr, Fr 9 bis 14 Uhr

Arbeitsweise

So arbeiten wir

Jeder Fall folgt demselben Ablauf, von der Anfrage bis zur Rechnungslegung.

Das ist keine Formalie. Ein festgelegter Ablauf ist der Grund, warum Fristen gehalten werden, warum Vertretung funktioniert und warum niemand raten muss, was als Nächstes passiert. Deshalb steht er hier und nicht nur im Büro.

Der Ablauf

Fünf Schritte

  1. Anfrage und Klärung

    Sie rufen an oder bitten um Rückruf. Im Gespräch klären wir, ob eine rechtliche Betreuung überhaupt das passende Mittel ist. Oft genügt eine Vorsorgevollmacht, oder es kommt eine Person aus dem persönlichen Umfeld in Betracht. Dann sagen wir das, auch wenn daraus für uns kein Auftrag entsteht.

    Wenn wir einen Fall nicht sachgerecht führen können, sagen wir im selben Gespräch ab und nicht erst nach zwei Wochen.

  2. Bestellung durch das Betreuungsgericht

    Wir werden nicht beauftragt, sondern bestellt. Das Gericht prüft, hört die betroffene Person an, holt ein ärztliches Gutachten ein und beteiligt die Betreuungsbehörde. Erst der Beschluss legt fest, wer bestellt wird und für welche Aufgabenbereiche.

    Was in diesem Beschluss nicht steht, dürfen und werden wir nicht entscheiden.

  3. Erstes Gespräch und Bestandsaufnahme

    Sobald uns der Beschluss vorliegt, melden wir uns telefonisch und vereinbaren einen gemeinsamen Termin. In diesem Gespräch nehmen wir die Lebenssituation strukturiert auf, anhand eines eigenen Erhebungsbogens: persönliche Verhältnisse, Angehörige und Kontaktpersonen, Einkünfte und Sozialleistungen, Konten und Verbindlichkeiten, gesundheitliche Versorgung, Wohnsituation, Versorger und Versicherungen.

    Zum Bogen gehört eine Frage, die in solchen Unterlagen selten steht: Was möchten Sie in den nächsten sechs bis sechsunddreißig Monaten erreichen, und wobei kann die Betreuung Sie dabei unterstützen? Damit beginnt die Betreuung bei den Zielen der betreuten Person und nicht bei unserer Einschätzung.

    Erhebungsbogen als ausfüllbares PDF ansehen (6 Seiten, am Rechner ausfüllbar). Sie müssen ihn nicht vorbereiten. Wer möchte, kann ihn vorab durchgehen und zum Termin mitbringen. Bitte senden Sie ihn nicht per E-Mail, er enthält Gesundheits- und Kontodaten.

  4. Laufende Betreuung

    Persönlicher Kontakt zur betreuten Person, Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Diensten und Leistungsträgern. Einschneidende Entscheidungen besprechen wir vorher, soweit das möglich ist.

    Das Büro arbeitet mit einer Fachsoftware für die Betreuungsverwaltung und weitgehend papierarm. Vorgänge sind dadurch nicht an eine einzelne Person gebunden, was Vertretung überhaupt erst möglich macht.

  5. Bericht und Rechnungslegung

    Gegenüber dem Betreuungsgericht sind wir gesetzlich verpflichtet, über unsere Tätigkeit Rechenschaft abzulegen. Wenn uns die Vermögenssorge übertragen wurde, weisen wir zusätzlich nach, welche finanziellen Verfügungen und Entscheidungen wir für Sie getroffen haben.

    Diese Kontrolle ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Schutzes. Sie sorgt für Transparenz und stellt sicher, dass mit Ihrem Vermögen verantwortungsvoll und ausschließlich in Ihrem Interesse umgegangen wird.

Haltung

Drei Grundsätze, an die wir uns halten

Unterstützen vor Vertreten

Zuerst versuchen wir, die betreute Person in die Lage zu versetzen, selbst zu entscheiden. Vertretung kommt erst dort, wo das nicht mehr geht. Das ist seit der Reform 2023 gesetzliche Vorgabe und nicht nur eine gute Absicht.

Nichts, was nicht übertragen ist

Der vom Betreuungsgericht festgelegte Aufgabenkreis bestimmt klar, in welchen Bereichen wir für Sie tätig werden dürfen und sollen. Innerhalb dieser Bereiche übernehmen wir Verantwortung und kümmern uns verlässlich um die notwendigen Angelegenheiten.

Liegt ein Anliegen außerhalb unseres Aufgabenkreises, besprechen wir das offen mit Ihnen. Denn auch hier gilt: Wir handeln nur dort, wo uns das Betreuungsgericht eine Aufgabe übertragen hat, und respektieren Ihre Selbstbestimmung in allen anderen Bereichen.

Nachvollziehbarkeit

Was wir tun, ist dokumentiert und gegenüber der betreuten Person, ihren Angehörigen im zulässigen Rahmen und dem Betreuungsgericht nachvollziehbar. Wer nichts zu verbergen hat, kann Transparenz anbieten.

Erreichbarkeit statt Erreichbarkeitsversprechen

Wir sind an fünf Tagen in der Woche telefonisch erreichbar und nennen die Zeiten, statt „schnelle Reaktion" zu behaupten. Für das Rückrufformular sagen wir keine feste Antwortzeit zu, weil wir sie nicht immer halten könnten.

Kontakt

Ein Gespräch verpflichtet zu nichts

Rufen Sie an, wenn Sie nicht sicher sind, ob eine rechtliche Betreuung das richtige Mittel ist. Wir klären das im Gespräch, bevor irgendetwas eingeleitet wird. Wenn wir gerade keine Betreuung übernehmen können, sagen wir das direkt.

02166 97722-23 Rückruf anfragen Mo bis Do 9 bis 16 Uhr, Fr 9 bis 14 Uhr